Als eines der facettenreichsten Länder in Südostasien hält Vietnam eine Vielzahl an unvergesslichen Erlebnissen bereit. Auf Vietnam Reisen staunt man über spektakuläre Landschaften – von idyllischen Reisfeldern und Hügeln in sattem Grün bis hin zu hoch emporragenden Felsen und paradiesischen Stränden.
Ein Individualurlaub in Vietnam ist geprägt von kulinarischen Erfahrungen, kulturellen Eindrücken, rauschenden Festen, wundersamer Natur, ikonischen Sehenswürdigkeiten…
… und in meinem Fall ist meine Reise durch Vietnam leider auch durch einen der berüchtigten Roller-Unfälle geprägt.
Anreise Vietnam
Die internationale Fluggesellschaft Vietnam Airlines bietet Direktflüge von Deutschland nach Vietnam an. Da ich von Stuttgart nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Sàigòn) geflogen bin, hatte ich einen Zwischenstopp in Bangkok. Auf dem Rückflug ging es von Hanoi über Bangkok nach Hannover.
Die reine Flugzeit dauert um die 11 Stunden. Vietnam hat elf internationale und 16 lokale Flughäfen. Die beiden bekanntesten internationalen Flughäfen befinden sich in Ho-Chi-Minh-Stadt (Sàigòn) mit dem Flughafencode SGN und in Hanoi (Flughafencode HAN).
Die Weiterreise vom Flughafen in Ho-Chi-Minh-Stadt gestaltete sich im Oktober 2019 wie folgt:
Die günstigste Option in Ho Chi Minh City ist der Bus. Wenn man aus dem internationalen Terminal herauskommt und sich nach rechts wendet, erreicht man die Bushaltestelle der Linie 152.
Die Fahrzeuge sind klimatisiert und an ihrer blau-weißen Farbe zu erkennen. Sie fahren zwischen 6 Uhr morgens und 18 Uhr abends alle 20 Minuten und kosten pro Sitzplatz rund 5000 Vietnamesische Dong (VND), was umgerechnet etwa 20 Cent beträgt. Das Bargeld sollte man am besten passend dabei haben.
Zu beachten ist außerdem, dass gegebenenfalls für das Gepäck ein extra Sitz bezahlt werden muss. Die Tickets werden während der Fahrt abkassiert, d.h. man braucht kein Ticket beim Fahrer erwerben.
Reiseplanung
Meine Reise habe ich selbst zusammengebastelt. Im Vorfeld einer Reise suche ich mir Highlights raus. Dafür schaue ich in Foren, Reiseblogs, Reiseführern nach, was für das Land empfohlen wird. Für Vietnam haben sich dabei fünf Orte ergeben, die ich gerne besuchen wollte, um mir vor Ort Sehenswürdigkeiten anzuschauen:
- Ho-Chi-Minh-Stadt
- Hội An
- Đà Nẵng
- Cát Bà (Halong-Bucht)
- Hà Nội
Wenn die Route meiner Reise steht, beginne ich mit der Recherche, wie ich mich zwischen den Orten fortbewege. Mit der Website www.rome2rio.com vergleiche ich dabei Preise von Bussen, Zügen und gegebenenfalls von Inlandsflügen. In der Regel reise ich low budget, bin also immer auf der Suche nach günstigen Preisen.
In Vietnam hatte ich zunächst vor viel mit öffentlichen Bussen und Nachtbussen zu fahren. Vor Ort habe ich mich für Inlandsflüge entschieden. Einerseits um dem mangelnden Komfort in Nachtbussen zu entgehen (bei denen ich mir regelmäßig Schnupfen einfange), andererseits sind die Inlandsflüge in Vietnam recht günstig (bspw. habe ich für den Flug von Đà Nẵng nach Hà Nội inkl. Gepäck 80,00 € bezahlt, obwohl ich erst zwei Stunden vor Abflug gebucht habe).
Unterkünfte buche ich in der Regel über www.booking.com*. Als Alleinreisende bevorzuge ich Mehrbettzimmer. Einerseits aus finanziellen Aspekten, andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, in Mehrbettzimmern schnell in Kontakt mit anderen Reisenden zu kommen.
Route und Sehenswürdigkeiten
Im folgenden Kapitel erzähle ich von meinen Stopps, den Highlights, Sehenswürdigkeiten und Ausflügen. Gestartet bin ich in Ho-Chi-Minh-Stadt, dann ging es weiter nach Hội An und Đà Nẵng, nach Cát Bà in die berühmte Halong-Bucht. Meine Reise endete in Hà Nội.
Stopp 1: Ho-Chi-Minh-Stadt
Ho-Chi-Minh-Stadt (vietnamesisch Thành phố Hồ Chí Minh) ist die größte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum Vietnams. Unter ihrem alten Namen Saigon (Sài Gòn), der auch noch heutzutage parallel zu Ho-Chi-Minh-Stadt verwendet wird, war sie bis zum April 1975 Hauptstadt der Republik Vietnam. Auch wenn die Stadt viele ruhige und weniger belebte Orte und Straßen zu bieten hat: der Verkehr auf den Hauptstraßen sucht seinesgleichen in Südostasien. Dies haben wir schon direkt nach der Ausfahrt vom Flughafen festgestellt. Vom Flughafen aus bin ich mit dem Bus 152 bis zum Stadtkern von Ho-Chi-Minh-Stadt gefahren. Von dort aus waren es ca. fünf Minuten zu Fuß bis zu meiner Unterkunft. Übernachtet habe ich für zwei Nächste im Long Hostel (1 Nacht im Dorm ca. 9 €, Frühstück inklusive).
Sehenswürdigkeiten und Highlights in Ho-Chi-Minh-Stadt
Zu meinen Highlights in Ho-Chi-Minh-Stadt gehörten der Wiedervereinigungspalast, der Ben Thanh Markt, die Notre Dame Kathedrale, das Hauptpostamt, das Ho Chi Minh City Rathaus, die ruhige Jade Emperor Pagode und der September 23 Park.
Ursprünglich von den Franzosen im Jahr 1868 zum Gedenken an die Gründung der Kolonie Indochina erbaut, wurde der heutige Palast der Wiedervereinigung (ehemals Unabhängigkeitspalast) in den 1960er Jahren erbaut. Es war der bekannteste symbolische Ort für die Befreiung von Saigon durch kommunistische Kräfte, die die Nation am 30. April 1975 wiedervereinigten. Der Eintritt kostet 20.000 VND (rund 1$).

Weiter geht es zum Ben Thanh Markt. Der Eintritt ist frei und hier wird nahezu alles angeboten. Im Oktober 2019 wurden hier besonders oft nachgemachte Fjällräven-Rucksäcke verkauft. Der Blick ins Internet verrät, dass die beliebten Rucksäcke in Vietnam produziert werden und die Fake-Rucksäcke kann man hierzu günstigen Preisen erwerben. Ich selber habe keinen gekauft und könnte mir auch vorstellen, dass es spätestens in Deutschland Probleme mit dem deutschen Zoll geben könnte…
Ein Besuch bei der Kathedrale Notre-Dame von Saigon lohnt sich auf jeden Fall. Es handelt sich um eine römisch-katholische Kirche im neoromanischen Stil. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt das Hauptpostamt. Beide Bauten stehen auf ihre eigene Weise für die typisch französische Kolonialarchitektur. Das Hauptpostamt von Ho Chi Minh Stadt ist ein repräsentatives Gebäude, das von Gustave Eiffel – dem Erbauer des Eiffelturms in Paris – entworfen wurde.
Tipp: Direkt hinter dem Hauptpostamt liegt die Book Street. Neben vielen kleinen Buchläden (zum Teil führen diese auch englischsprachige Literatur) gibt es kleine Cafés in den man einen nachmittäglichen Regenschauer gut überstehen kann.

Nur ein paar Straßen entfernt liegt das ehemalige Rathaus, ein Kolonialbau aus dem Jahre 1906. Hinter korinthischen Säulen, klassischen Figuren und Fensterläden ist heute das Volkskomitee untergebracht. Eine Statue von Hồ Chí Minh mit einem kleinen Kind auf dem Schoß wacht über den kleinen Park vor dem Gebäude.

Etwas abseits liegt die Jade Emperor Pagode. Im hektischen und lauten Ho-Chi-Minh-Stadt kommt man dort tatsächlich etwas zur Ruhe. Sie ist die bunteste Pagode der Stadt. Sie wurde 1909 von der kantonesischen Gemeinde der Stadt errichtet und verehrt mehrere taoistische und buddhistische Gottheiten. Sie ist voll von Statuen und Schnitzereien asiatischer Gottheiten und Heldenfiguren. Im von Blumen gesäumten Hof vor dem Gebäude befindet sich ein Teich, dessen Bewohnern der Tempel seinen Beinamen „Schildkrötenpagode“ zu verdanken hat.

Sehr interessant ist auch das Kriegsopfermuseum gibt es eine Sammlung von Panzern, Flugzeugen und anderen Waffen, die von der US-Armee erbeutet wurden. Eine Fotogalerie zeigt Kriegshandlungen, den Einsatz von Napalm sowie der Entlaubungsmittel Agent Orange und Agent Blue, die über Vietnam versprüht wurden. Die Folgen waren eine Zunahme von Krebs, Geburtsschäden, Missbildungen und Umweltzerstörung. Eine gewisse propagandistische Färbung lässt sich mit Hinblick auf die Exponate aber dennoch feststellen: so liegt der Fokus der Ausstellungen weiterhin recht einseitig auf den Kriegsverbrechen der amerikanischen Soldaten an der vietnamesischen Zivilbevölkerung und werden die Vorgehensweisen der Vietcong eigentümlich außen vor gelassen. Trotzdem lohnt sich ein Besuch im Museum – zumindest die vietnamesische Wahrnehmung des Geschehenen wird man nirgendwo umfassender zu Gesicht bekommen als hier. Der Eintritt beträgt 40.000 VND (ca. 2$).
Gehe am Abend auf jeden Fall in den September 23 Park. Wenn es kühler wird, tummeln sich im Park viele Menschen. Darunter auch zahlreiche vietnamesische Studenten, die in Ho-Chi-Minh-Stadt Englischsprachkurse besuchen. Gerne probieren sie ihr Können an Touristen aus. Dabei kann es auch vorkommen, dass sie um Filmaufnahmen bitten, die sie im Unterricht abspielen müssen. Für einen selber ist es eine tolle Chance einen Einblick in das moderne vietnamesische Leben zu bekommen.
Stopp 2: Hội An
Meine Reise ging weiter in Richtung Hội An. Mit dem Flugzeug bin ich von Ho-Chi-Minh-Stadt nach Đà Nẵng geflogen. Von dort aus ging es mit dem Bus Richtung Hội An. DEr Busverkehr in Da Nang ist für vietnamesische Verhältnisse sehr gut organisiert. Die Website des Busbetriebs gibt hilfreiche Informationen. Eine Fahrt mit dem Bus kostet 20.000 VND (ca. 1$). Das Ticket wird nicht beim Fahrer bezahlt, sondern während der Fahrt gelöst. Hội An (dt. etwa: ruhige Gemeinschaft oder friedvoller Versammlungsort) ist eine Küstenstadt in Zentralvietnam mit ca. 75.000 Einwohnern. Die Altstadt wurde 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, da sie als gut erhaltenes Beispiel eines südostasiatischen Handelshafens aus dem Zeitraum zwischen 15. und 19. Jahrhundert gilt, deren Gebäude eine Verschmelzung einheimischer und fremder Einflüsse, vor allem im Stil südchinesischer Kleinstädte, zeigen.
In Hội An habe ich für zwei Nächste im Bed Station Hostel & Pool Bar Hội An übernachtet (1 Nacht im Dorm ca. 4 €, Frühstück inklusive).
Sehenswürdigkeiten und Highlights in Hội An
Der Kauf eines Pauschaltickets für 120.000 VND (Stand: 1. Januar 2015) umfasst den Eintritt zu fünf Sehenswürdigkeiten. So können u. a. drei chinesische Versammlungshallen, vier alte Häuser (z. B. mit einer traditionellen Apotheke) und die japanische Brücke oder der Quan Công Miếu (Tempel von Quan Công) besichtigt werden. Außerdem berechtigt das Pauschalticket zum Besuch eines der drei Museen sowie eines Konzertes mit traditioneller Musik oder eines Kunsthandwerk-Workshops.






Am zweiten Tag stand ein Strandausflug an das Südchinesische Meer auf dem Programm. Von Hội An kann man ca. in einer halben Stunde mit dem Fahrrad bis zum Strand fahren.



Am nächsten Tag ging es mit dem Bus wieder nach Đà Nẵng. Der Bus fährt an den Marmorbergen vorbei, welche auch unter dem englischen Namen Marble Mountains bekannt sind. Die Region ist bekannt für seinen Abbau von Marmor. Dementsprechend gibt es an den Straßen zahlreiche Shops, welche die verschiedensten Figuren in klein und groß aus Marmor anbieten. Der Weg über die Marmorberge ist von zwei Seiten zugänglich und bedarf eines Eintrittstickets (für wenige Euro erhältlich). Bei den beiden Zugängen gibt es jeweils ein kleines Häuschen, wo man sein Ticket kaufen kann. Ich durfte dort auch meinen Rucksack abstellen.
Darauf stehen zahlreiche hübsche Pagoden und Tempel. Beim Eingang gibt es eine Karte, mithilfe der man versuchen kann auf dem verzweigten Netz aus verschiedenen Wegen die schönsten Punkte mitzunehmen. Auch wenn man dabei oft in Sackgassen landet, entdecket man schöne Ecken auf den Marmorbergen.







Stopp 3: Đà Nẵng
Die nächsten zwei Nächte verbrachte ich in der Stadt Đà Nẵng. Meiner Unterkunft war Container House in Da Nang (1 Nacht im Dorm ca. 8 €, Frühstück inklusive).
Sehenswürdigkeiten und Highlights in Đà Nẵng
Da ich in Đà Nẵng lediglich zum Surfen war, ist die einzige Sehenswürdigkeit, die ich gesehen habe die Dragon Bridge.


Stopp 4: Cát Bà (Halong-Bucht)
Von Đà Nẵng ging es Richtung Halong-Bucht. Der ursprüngliche Plan war es mit dem Nachtbus zu fahren. Kurzfristig habe ich mich dann aber umentschieden und bin von Đà Nẵng nach Hà Nội geflogen, von Hà Nội nach Hải Phòng mit dem Zug gefahren und von Hải Phòng nach Cát Bà mit der Fähre. Klingt zwar etwas umständlicher, war im Endeffekt aber viel komfortabler als mit einem Nachtbus zu fahren.
In Cát Bà habe ich drei Nächte im Mona Hostel übernachtet (1 Nacht im Dorm ca. 2 €, Frühstück nicht inklusive). Das Hostel hat eine großartige Dachterasse mit einem tollen Ausblick über die Bucht vor Cát Bà. Abends wird hier auch oft Live-Musik gespielt.
Sehenswürdigkeiten und Highlights in Cát Bà
Cát Bà ist die größte Insel in der Halong-Bucht im Norden Vietnams. Sie gehört zu einem 1994 von der UNESCO eingerichteten Biosphärenreservat und beherbergt seit dem Jahr 1986 einen Nationalpark Vietnams, den Cát-Bà-Nationalpark. Highlights sind ein Bootsausflug in die Halong-Bucht und Rollertouren über die Insel. Beides kann direkt im Hostel organisiert werden. Der Bootsausflug mit Kajakfahren und Mittagessen auf dem Boot kostet ca. 50 €, eine Tagesmiete für einen Roller ca. 8 €.
Tipp: Testet unbedingt die Qualität eures Helms beim Rollerfahren. Ich selber wurde angefahren, der Helm hat sich im Fall gelöst und ich wurde mit zwei Stichen am Hinterkopf in einem kleinen Inselkrankenhaus genäht. Die restlichen vier Tage in Vietnam konnte ich danach natürlich nicht mehr genießen.






Stopp 5: Hà Nội
Von Cát Bà ging es mit Fähre und Bus nach Hà Nội, wo ich für zwei Nächte im Senco Female Hostel geschlafen habe (1 Nacht im Dorm für 4 €, Frühstück nicht inlusive). Das Hostel ist in einer Seitenstraße zu „Bier-Staße“ und trotzdem total ruhig.
Sehenswürdigkeiten und Highlights in Hà Nội
Aufgrund meiner Verletzungen durch den Rollerunfall (Schädelhirntrauma und mehrere Abschürfungen an Armen und Beinen) bin ich in Hà Nội das „Sparprogrammgramm“ gefahren. Highlights waren der Westsee, der Hoan-Kiem-See mit dem Turtle Tower,, das Ho Chi Minh-Mausoleum und natürlich die Train-Street. In Hà Nội habe ich mir ein Ticket für einen Hopp On Hopp Off-Bus gegönnt, um möglichst wenig selber gehen zu müssen.
Der Hoan-Kiem-See ist Hanois berühmtester See und trennt Alt-Hanoi vom einstigen französischen Kolonialviertel.
Anfang des 15. Jahrhunderts, während der chinesischen Besatzung, übergab der Sage nach eine riesige, im See lebende, goldene Schildkröte einem Fischer ein magisches Schwert, welches ihn unbesiegbar machte. Er benutzte das Zauberschwert, um in einem erbitterten Kampf (1418–1428) die Truppen der Ming-Dynastie vernichtend zu schlagen, und wurde im Jahre 1428 König. Nach der Siegesparade begab sich der junge König zum See, um den Göttern zu danken. Da tauchte die goldene Schildkröte erneut auf und forderte das Schwert zurück. Bevor Le Loi sich entscheiden konnte, löste sich plötzlich das Schwert aus der Scheide, stieg zum Himmel empor und verwandelte sich in einen großen jadefarbenen Drachen, der über dem See schwebte und dann in die Tiefe stürzte.
Le Loi ernannte das Tier zum Schutzgeist des Sees. Aus Dankbarkeit und zur Erinnerung an dieses Ereignis ließ Le Loi auf einer kleinen Insel in der Mitte des Sees den dreistöckigen Schildkrötenturm errichten, der bis heute das Wahrzeichen Hanois ist.

1945 rief Ho-Chi-Minh auf dem Ba-Dinh-Platz die Unabhängigkeit Vietnams aus. 30 Jahre später wurde an diesem Ort, im Zentrum Hanois, zu Ehren des Nationalhelden und Präsidenten das Mausoleum errichtet, das eigentlich nicht seinem Willen entsprach. Sein bescheidenes Leben, das er selbst in seinen kommunistischen Lehren propagierte, ließ ihn in der Bevölkerung zu einer Art Vaterfigur werden, die bis heute diesen Personenkult aufrechterhält. Zahlreiche Vietnamesen kommen täglich zu dem Ho-Chi-Minh-Mausoleum, das den gut einbalsamierten Revolutionsführer in einem gläsernen Sarkophag zeigt, und erweisen diesem die letzte Ehre. Der Eintritt ist auch für Touristen frei, aber strenge Regeln verbieten das Fotografieren und Stehenbleiben vor dem Leichnam. Eine Parkanlage um das große und sehr schlichte Gebäude schmückt mit zahlreichen Blumenarten diesen Ort und hebt seine historische Bedeutung hervor.
Tipp: Aufgrund der wichtigen Bedeutung für Vietnam, sorgen Sicherheitsbeamte für einen geregelten Ablauf. Man sollte sich deshalb in der Warteschlange ruhig verhalten und auf seine Kleidung achten, die die Beine und Schultern bedecken sollte.

Für die meisten Touristen in Hanoi gehört ein Besuch der berühmten Train Street, durch die zweimal am Tag ein Zug brettert, zum Pflichtprogramm. Aufgrund des Besucheransturms und dem daraus resultierenden Sicherheitsrisiko hat Hanois Stadtverwaltung angeordnet, dass die Cafés entlang der Bahnstrecke bis spätestens 12. Oktober geschlossen haben müssen. Zu meiner Zeit in Hanoi konnte man daher nicht mehr in den Cafés sitzen.

Sicherheit in Vietnam
Vietnam ist ein größtenteils sicher und angenehm zu bereisendes Reiseland.Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier mitunter Kriminalitätsprobleme, die sich auf die Reise-Sicherheit in Vietnam auswirken. Auf Grund der zum Teil weit verbreiteten Armut und eines immensen sozialen Gefälles, steht bedauerlicherweise vor allem der Diebstahl an der Tagesordnung.
Daher halte ich es auf Reisen mit dem gesunden Menschenverstand: Wertsachen (Geld, Pass, Kamera) habe ich immer bei mir und spät abends laufe ich nicht alleine durch die Gegend, sondern gehe zusammen mit anderen Reisenden.
Dauer der Rundreise
Ich bin zwei Wochen im Oktober/November 2019 durch Vietnam gereist und das ist meiner Meinung nach absolutes Minimum. Beim nächsten Mal würde ich drei Wochen reisen und noch einen Abstecher nach Sapa (Hochland auf ca. 1.700 m Höhe) machen, wo es besonders gute Wanderrouten durch die Reisterrassen geben soll.
Kosten und Preise
Eine Übernachtung im Mehrbettzimmer kostet gerne mal um die 5 € pro Nacht. Außerdem wird für fast jede Sehenswürdigkeit ein Eintrittsgeld erhoben. Die Preise für Essen und Trinken sind dagegen kaum der Rede wert. An den zahlreichen Essensständen kann man für 1 € schon sehr gut essen. Auch ein Bier kostet nicht mehr als 0,50 € (Export-Bier ist natürlich etwas teurer). Für Backpacker kann man gut mit einem Budget von circa 20 € pro Tag rechnen. Insbesondere Touren mit professionellen Agenturen sind kostspielig (z.B. in der Halong-Bucht).
Essen und Trinken
Pho Bo oder Pho Ga – Suppe made in Vietnam Sicher das bekannteste Gericht Vietnams – Frische heiße Suppe mit Nudeln nach Wahl und vielen frischen Kräutern, je nach Geschmack mit Rindfleisch (Bo) oder Huhn (Ga).
Die Vietnamesen trinken normalerweise nicht, während sie essen, vielleicht weil die meisten Mahlzeiten entweder auf Suppe basieren oder Suppe enthalten. Einen Drink zu genießen ist fast eine separate Angelegenheit, egal ob Sie sich mit Freunden auf einen Kaffee treffen oder an einem Straßenstand einen erfrischenden Saft trinken. Normalerweise sieht man viele vietnamesische Jugendliche, die mit ihren Freunden in der Altstadt eine schöne Tasse Tee in der Straßenecke genießen. Trotzdem finden Sie diese Getränke leicht in ganz Vietnam.
- Tee oder Grüner Tee (Gemeinsames Getränk in Vietnam)
- Kaffee (Vietnam ist auch sehr berühmt für seine Katzenkaffee und Eierkaffee)
- Fruchtsaft (Kann in jedem Café gefunden werden)
- Fassbier (In der Altstadt von Hanoi oder in Ho-Chi-Minh Stadt)
3 wichtige Dinge fürs Gepäck
Packe auf jeden Fall einen Bikini oder eine Badehose ein. Es gibt hunderte schöne Strände in Vietnam. Auch einen Stromadapter solltest du im Gepäck haben. Die offizielle Währung heißt Vietnamesischer Đồng (VND). 1000 VND entsprechen ungefähr 0,04 €. US-Dollar sind ein gern gesehenes Zahlungsmittel. Saubere, unbeschädigte Dollarnoten sollten daher vorsichtshalber mitgebracht werden. Es kommt bisweilen vor, dass eingerissene Dollarnoten beim Bezahlen nicht angenommen werden.