3 Tage Venedig – Sehenswürdigkeiten und Tipps


Auf nach Venedig

Für eine Städtereise nach Rom sind 3 Tage meiner Meinung nach ausreichend. Wer gerne alle venezianischen Museen besuchen möchte, wird mehr Tage brauchen. Für einen Städtetrip hat man in drei Tagen ausreichend Zeit, alle bekannten Sehenswürdigkeiten wie den Markusplatz, den Markusdom, den Dogenpalast und die Rialto-Brücke zusehen. In diesem Blog Post berichte ich von meinem Trip nach Venedig im Dezember 2019 und gebe Tipps, was man in Venedig unbedingt gesehen haben muss und wie man jeden Tag eines 3-tägigen Städtetrips optimal nutzt.

Venedig ist eine inspirierende Stadt. Das war schon immer so. Einerseits wurden in der Lagunenstadt Musiker und Schriftsteller geboren, die die Pracht und den Reichtum der Stadt mit ihren Werken in alle Welt trugen. Andererseits zog die Einzigartigkeit der Serenissima Künstler aus aller Welt an.

Nicht allen gefiel es in Venedig. Mark Twain etwa verglich die Gondeln mit Leichenwagen und bezeichnete das Singen des Gondoliere als Gejaule. Henry James störte sich schon im 19.Jahrhundert an den vielen Besuchern, Stendhal hingegen langweilte sich.

Andere Künstler wiederum fanden Gefallen an der Stadt. Sie widmeten ihr Romane und Erzählungen (Thomas Mann, Ernest Hemingway, John Ruskin, Charles Dickens, Donna Leon). Lord Byron hielt sich drei Jahre in Venedig auf, er wohnte unter anderem auf der Insel San Lazarro. Die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim verliebte sich bei ihrem ersten Besuch in Venedig. Sie verlegte ihren Wohnsitz samt Sammlung in den Palazzo Venier, direkt am Canale Grande.


Tag 1: Ankunft – Markusplatz, Markusdom und Rialto-Brücke

Nach der Ankunft im Hostel heißt es zunächst einmal die Stadt erkunden. Es heißt wer sich nicht in den Straßen Venedigs verlaufen hat, der war nicht wirklich in Venedig. Und sowieso bringen einen die Touristenströme früher oder später zu einem der beiden wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Venedig – dem Markusplatz nebst Markusdom und Dogenpalast oder der Rialto-Brücke.

Markusplatz mit Glockenturm

Der 100 Meter hohe Campanile, ist ein aus roten Backsteinen gemauerter Glocken Turm mit blaugrünen Dach und goldenem Engel auf der Turmspitze. Egal von welcher Richtung aus man nach Venedig kommt, diesen Turm sieht man schon von weitem. Der Markusplatz (Piazza San Marco) ist das Zentrum für Touristen in Venedig. Er ist 175 m lang, bis zu 82 m breit und wird umrahmt von zahlreichen bekannten Sehenswürdigkeiten. Der Platz ist trapezoid. Nur der Markusplatz und der Piazzale Roma werden Platz genannt. Alle anderen Plätze in Venedig heißen Campo (Feld).  

Markusplatz mit Glockenturm

Der Uhrenturm am Markusplatz

Der Uhrenturm (Torre dell’Orologio) zeigt den Mond und die Sonnenphasen sowie die Tierkreiszeichen an. Ganz oben schlagen zwei große Bronze Figuren zu jeder Stunde auf die Glocke. 

Uhrenturm am Markusplatz

Markusdom

Der Markusdom ist nach dem Campanile das dominante Gebäude des Markusplatzes. Seine wuchtige und dennoch filigrane Architektur ist beeindruckend. Der Eintritt ist zunächst einmal frei, denn der Markusdom ist eine Kirche

und kein Museum. Der freie Eintritt und die Berühmtheit der Kirche, haben jedoch zur Folge, dass jeder, wirklich jeder Tourist, in die Kirche rein will. Entsprechend lang kann die Warteschlange vor dem Eintrittsportal sein. Selbst wenn man nicht direkt in die Kirche möchte, sondern nur auf die Veranda mit den 4 Pferden, müssen Sie sich anstellen. Der Aufstieg zur Veranda, geht über eine sehr enge und steile Treppe zur Loggia. Oben angekommen zahlt man 4,00 Euro pro Person. Die Aussicht auf den Markusplatz und die Lagune sind jedoch diesen Betrag wert. Zusätzlich hat man auch einen erhöhten Blick auf das Innere der Markuskirche. Der Fußboden des Markusdom ist übrigens nicht eben. Die schweren Säulen auf denen die ganze Last der Kirche steht, drücken so auf das Fundament, dass im Verlauf der Jahrhunderte diese leicht nachgegeben. Entsprechend wellenförmig ist der Fußboden im Innern der Kirche.

Obwohl der Eintritt in den Markusdom frei ist, gibt es im Inneren zwei abgesperrte Bereiche in die Sie nur gegen einen Eintritt von 2,00 Euro reinkommen:

1. Die Goldene Tafel (Pala d’Oro) und

2. Die Schatzkammer mit vielen Silber-, Gold- und Glasarbeiten.

Öffnungszeiten: 9:45 bis 17:00 Uhr.

Markusdom

Dogenpalast

Der Dogenpalast war Sitz und Wohnung der Dogen von Venedig. Als Regierungssitz zeigt er eindrucksvoll die Macht und Stärke der Lagunenstadt. Die Innenräume sind mit zahlreichen vergoldeten Schnitzereien ausgestattet. Die

vielen Decken und Wände sind mit riesigen Gemälden versehen.

Der Eintritt kostet 16,00 Euro pro Person. Öffnungszeiten: 8:30 bis 18:00 / 19:00 Uhr

Direkt mit dem Dogenpalast verbunden ist über eine kleine Brücke (Seufzerbrücke) das neue Gefängnis (Prigioni nuove). Berühmtester Insasse war übrigens Casanova.

Dogenpalast
Glockenturm und Dogenpalast vom Wasser aus

Rialto-Brücke

5 Minuten entfernt vom Markusplatz liegt die Rialto-Brücke. Geografisch mitten in Venedig, überquert die Rialto Brücke als eine von 4 Brücken den Canal Grande. Früher war es die einzige Brücke über der Canal Grande. Sie ist rund 50 Meter lang und 22 Meter breit. Der Name kommt von Rivus Altus und bedeutet, Hohes Ufer. Hier ragt Venedig am mit am höchsten aus dem Wasser heraus. Gleichzeitig ist das Gebiet um die Rialto Brücke der historische Stadtkern, um den herum sich Venedig ausgebreitet hat.

Rialto-Brücke

Tag 2: Free Walking-Tour und Santa Maria della Salute

Natürlich gibt es auch in Venedig Free Walking-Touren. Interessanterweise führt keine davon zum Markusplatz oder zur Rialto-Brücke. Die Tourenführer verweisen darauf, dass ohnehin jeder Tourist früher oder später am Markusplatz

oder der Rialto-Brücke endet…

Meine Tour: www.venicefreewalkingtour.com

Treffpunkt: Campo SS. Apostoli

Santa Maria della Salute

Santa Maria della Salute ist eine barocke Kirche an der Einfahrt zum Canal Grande. Sie ist eine der beiden Votivkirchen Venedigs, die aus Anlass einer Pestepidemie in der Stadt erbaut wurden. Der Bau der Kirche sollte die Stadt vor dem Schwarzen Tod retten und viele der Kunstwerke, die den Innenraum verzieren, beziehen sich auf die Krankheit in irgendeiner Weise. Der Name der Kirche bezieht sich auch auf Salute, was auf Italienisch Gesundheit bedeutet. Der Eintritt zur Kirche ist frei.

Hinter der Kirche liegt ein toller Aussichtspunkt mit einem großartigen Ausblick auf den Dogenpalast.

Santa Maria della Salute

Tag 3: Inselhopping (Burano, Murano und San Michele) und mit der Linie 1 durch den Canal Grande

Burano

Nur eine Dreiviertelstunde liegt die kleine Insel mit dem Boot entfernt von der beliebten Lagunenstadt Venedig.

Burano ist ein echter Augenschmaus – und das sogar bei Regen, denn die bunten Häuser strahlen selbst bei grauem Wetter. Wenn dann die Sonne zwischen den Wolken hervorkommt, bekommen Besucher das fröhliche Grinsen

einfach nicht mehr aus dem Gesicht. Bunt, bunter, Burano. Doch warum erstrahlt jedes der kleinen Häuser hier in einer anderen Farbe? Ganz praktische Gründe soll es dafür geben: Die Fischer hatten bei der Heimkehr Probleme, ihren

eigenen Anlegeplatz zu finden. Um sich selbst die Ankunft und das „Einparken“ zu erleichtern, malten sie ihre Häuser eben in den unterschiedlichsten Farben an. Problem gelöst. 

Burano

Murano

Die sogenannte „Glasbläserinsel“ ist ebenfalls einen Besuch wert und liegt auf halbem Weg nach Burano, so erreicht man diese bequem nach gerade mal 20 Minuten. Das Glasbläserhandwerk auf Murano ist weltweit einzigartig – das Murano-Glas gehört zu den exklusivsten seiner Art. Neben der Glasbläserei, dessen traditionsreiche Geschichte bereits ins 13. Jahrhundert zurückgeht, ist der Tourismus hier zur zweitgrößten Einnahmequelle geworden.

Glaskunst in Murano

San Michele

San Michele ist eine Insel in der Lagune von Venedig zwischen Venedig und Murano, auf der sich der gleichnamige Friedhof von Venedig befindet. Die Insel hat einen annähernd rechteckigen Grundriss, mit einer Länge von 460 Metern, einer Breite von 390 Metern und einer Fläche von 17,6 Hektar. Die Insel hat mit Platzmangel zu kämpfen, darum werden Tote zuerst in normalen Gräbern begraben, nach einigen Jahren aber wieder exhumiert und in hohe Blöcke gestapelt. Unter anderem liegt hier Igor Stravinsky begraben. Von Murano aus ist San Michele in 10 Minuten zu erreichen.

Canal Grande

Es bietet sich an, diese Fahrt mit der Linie 1 durch den Canal Grande mit der Abreise zu kombinieren vom Markusplatz geht es an der Santa Maria della Salute vorbei, unter der Rialto-Brücke durch, in Richtung Piazzale Rome (ZOB und Bahnhof von Venedig).

Tipp: Ein Einzelfahrtticket kostet 7,50 €.Das 24 Std-Ticket für das Vaporetto (öffentliches Verkehrsmittel) inkl. Flughafentransfer kostet 26,00 €. Es kann direkt an den Tickethäuschen gekauft werden. Wer also Inselhopping betreiben möchte, für den lohnt sich das 24 Std-Ticket. Das Ticket gilt allerdings nicht für private Wassertaxis und Gondelfahrten. 

Gondoliere am Canal Grande

Unterkunft in Venedig

Übernachtet habe ich im Youth Venice Palace für insgesamt 56 € (vier Nächte).

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