3 Tage Rom – Sehenswürdigkeiten und Tipps


Auf nach Rom

Für eine Städtereise nach Rom sollte man mindestens 3 Tage einplanen. Denn dann hat man außreichend Zeit um alle bekannten Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, die vatikanischen Museen inklusive Sixtinischer Kapelle, das Pantheon oder auch die große Parkanlage Villa Borghese in Ruhe zu erkunden. In diesem Blog Post gebe ich Tipps, was man in Rom unbedingt gesehen haben muss und wie man jeden Tag eines 3-tägigen Städtetrips optimal nutzt.


Tag 1: Ankunft – Free Walking-Tour (Spanische Treppe, Trevi-Brunnen, Kolosseum)

Nach der Ankunft im Hostel habe ich an einer Free-Walking-Tour teilgenommen. Wer das Prinzip noch nicht kennt, dem sei es kurz erklärt: Bei Free-Walking-Touren spaziert man zusammen mit einer Gruppe und einer einheimischen Person ca. zwei Stunden durch die Stadt. Die einheimische Person stoppt dabei immer wieder und erzählt Wissenswertes über die Stadt. Die Informationen können dabei historisch, modern und manchmal auch unnütz sein. Häufig macht genau diese Mischung die Führung so interessant. Am Ende der Tour entscheidet jede/r Teilnehmer/in, was er oder sie für die Führung als Trinkgeld geben kann und möchte.

Ich habe an dieser Tour teilgenommen:

https://www.romefreewalkingtour.com/en/

Treffpunkt: Spanische Treppe

Spanische Treppe

Die wahrscheinlich bekannteste Treppe in Rom ist die Scalinata di Trinità dei Monti, umgangssprachlich auch Spanische Treppe genannt. Die Treppe wurde zwischen 1723 und 1725 erbaut. Die 135 Stufen verbinden die auf einem Hügel gelegenen Kirche Trinità dei Monti mit der Piazza di Spagna. Daher kommt auch der Name Spanische Treppe, denn Spagna ist italienisch für Spanien. Heute sind Piazza und Treppe ein beliebter Treffpunkt von Einheimischen und Touristen. 

 Spanische Treppe

 Trevi Brunnen

1,2 km südlich der Spanischen Treppe liegt der Trevi Brunnen. In Rom sind an jeder Ecke Brunnen zu finden. Der bekannteste und größte ist aber die Fontana di Trevi, zu deutsch der Trevi Brunnen. Er wurde zwischen 1732 und 1762 erbaut und ist ca. 26 Meter hoch und 50 Meter breit. Im Mittelpunkt der vielen barocken Figuren und Fabelwesen steht der Meeresgott Neptun wie er die Fluten unter sich zähmt. Aber nicht nur das Erscheinungsbild des weißen Brunnens zieht viele Touristen an, sondern auch eine Legende. Angeblich bringt es Glück eine Münze in den Brunnen zu werfen. Außerdem wird man bei einem Münzwurf nach Rom zurückkehren. Wirft man zwei Münzen hinein soll man sich in einen Italiener / eine Italienerin verlieben. Wirft man drei Münzen hinein soll man diesen / diese sogar heiraten.  

Trevi Brunnen

Tag 2: Generalaudienz des Papstes, Vatikan (Museum, Sixtinische Kapelle, Petersdom, Kuppel des Petersdom) und Pantheon

Generalaudienz

In der Regel findet jeden Mittwoch um 9:30 Uhr die Generalaudienz mit dem Hl. Vater im statt. In den Sommerferien erfolgt die Audienz auf dem Petersplatz in den Wintermonaten in der Audienzhalle. Die Eintrittskarten zu den Generalaudienzen und zu den Papstmessen sind kostenlos. Deutschsprachige Besucher können die Eintrittskarten beim deutschen Pilgerzentrum erhalten. Das Pilgerzentrum befindet sich in der Via del Banco del Santo Spirito Nr. 56, von der Engelsburg kommend über die Engelsbrücke und geradeaus weiterführend, rechts.  

Generalaudienz beim Papst

Vatikan

Um die Vatikanischen Museen zu besichtigen, empfiehlt sich ein sogenanntes Skip the Line Ticket. Dann zahlt man zwar 26€ (statt 16€), erspart sich aber eine Menge Wartezeit und kann an der langen Schlange vorbei direkt zum Eingang gehen. Der Einlass in den kleinsten Staat der Welt ist bereits ab 8.30 Uhr möglich. Zu dieser Zeit lässt sich  Vatikan noch in ruhiger Atmosphäre besichtigen. Das Highlight sind die weltberühmten Fresken von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle. Leider darf man hier keine Fotos machen. Aber auch der Rest der päpstlichen Kunstsammlungen und das ganze Areal an sich sind einfach nur beeindruckend. 

Petersdom

Es besteht die Möglichkeit direkt von den Vatikanischen Museen in die Kuppel des Petersdoms zu gelangen. Entweder macht man eine geführte Tour durch den Vatikan, die die Kuppel beinhaltet oder man „schmuggelt“ sich aus der sixtinischen Kapelle einfach durch. 

Eingang zum Petersdom
Petersdom in der Nachtdämmerung

Das Dach des Petersdoms

 Ein Ticket für den Aufzug kostet 8 €. Ein Tickets für die Treppe kostet 6  €.  Der Aufzug lässt einen allerdings nur die ersten 231 Stufen, die in die Kuppel führen, überspringen.  Von der so erreichten Ebene, dem Dach des Petersdoms, kann man schon gut den Petersplatz überblicken. Außerdem kommt ihr hier sehr nah an die 6 Meter hohen Figuren von Christus und den Aposteln heran. Zusätzlich befindet sich ein Café, ein Souvenirgeschäft, ein Briefkasten und eine Toilette auf dem Dach. Auf dem Weg zur Wendeltreppe, die weiter nach oben führt, kommt ihr dann noch an einer innen liegenden Aussichtsplattform vorbei, die den Blick in den Dom freigibt. Dafür sollte man schwindelfrei sein.


Die Kuppel des Petersdoms 

Die nächsten 320 Stufen müssen zu Fuß bewältigt werden. Dafür bedarf es seiner guten Kondition und auf keinen Fall Platzangst. Die schmalen Gängen führen nämlich direkt an der Außenwand der Kuppel entlang und werden immer enger und schräger. Oben angekommen, folgt die Belohnung mit einer gigantischen Aussicht. 

Blick von der Kuppel des Petersoms

Innenraum des Petersdoms

Runter kan man problemlos den ganzen Weg laufen und kommt so direkt im riesigen Hauptschiff einer der größten und bedeutendsten Kirchen der Welt aus, Sankt Peter. Das umgangssprachlich als Petersdom bezeichnete Gotteshaus ist 211 Meter lang, an der breitesten Stellen 186 Meter breit sowie 132 Meter hoch. Bis zu 60.000 Menschen können hier an einer Messe teilnehmen.

Petersplatz

Der beeindruckende Platz ist 320 Meter tief und hat einen  zentralen Durchmesser von 240 Metern. Gesäumt wird der Platz von 284 hohen, weißen Säulen auf denen 140 riesige Heiligenstatuen stehen. Zu Weihnachten wird außerdem eine große Krippe und ein großer Weihnachtsbaum aufgestellt. 

Schweizer Guardist
Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz

Pantheon

Für die Römer die Must-See Sehenswürdigkeit schlechthin. Es wurde zunächst als Tempel im Jahr 27 vor Christus erbaut und im Mai 609 zur Kirche (Santa Maria ad Martyres) erhoben. Wahrscheinlich wurde es deshalb auch nicht zerstört und gehört heute zu den am besten erhaltenen antiken Bauwerken der Welt. Besonders beeindruckend ist die Kuppel. Diese ist noch größer als die des Petersdoms und hat eine 9 Meter breite Öffnung in der Mitte, so dass es bei schlechtem Wetter hinein regnet. Der Einlass ist kostenlos.


Tag 3: Kolosseum, Forum Romanum, Palatin, Mund der Wahrheit und Altare della Patria

Kolosseum

Das Kolosseum, das größte antike Amphitheater der Welt, wurde von 72 – 80 nach Christus erbaut und bot Platz für 50.000 Zuschauer. Bis im Jahr 438 Gladiatorenkämpfe endgültig verboten wurden, wurden hier Seeschlachten nachgestellt (denn zeitweise konnte man die Arena fluten) und Kämpfe auf Leben und Tod ausgefochten, inklusive wilder Tieren. Heute ist das Kolosseum nicht nur eine viel besuchte Touristenattraktion, sondern auch ein Symbol gegen die Todesstrafe. Es wurde schon diverse Mal hell erleuchtet, als in anderen Teilen der Welt, die Todesstrafe abgeschafft oder nicht vollstreckt wurde.  

Kolosseum

Forum Romanum

Im antiken Rom war dies der Mittelpunkt der römischen Welt. Hier fand das öffentliches Leben statt. Es wurden Geschäfte gemacht, politische Entscheidungen getroffen und Götter verehrt. Einige der öffentlichen Gebäude und Denkmäler sind noch gut zu erkennen wie zum Beispiel der Triumphbogen, einige Tempel oder das Sitzungsgebäude des Senats. Gleich neben dem Forum liegt eines von Roms bekanntesten Wahrzeichen, das Kolosseum. (Tickets Forum Romanum, Kolosseum und Palatin: vor Ort 12€;  Skip the Line im Internet ab 16€)

Bocca della Verita

Nach dem Verlassen des Kolosseu, läuft man vorbei am Circus Maximus, der größten Wettkampfarena (bis zu 250.000 Plätze) im antiken Rom vorbei. Leider ist davon nicht allzu viel übrig. Nur ca. 500 Meter weiter befindet sich die Kirche Santa Maria in Cosmedin. Unehrlcihen Personen wird dieser Stein die Hand abbeißen. So besagt es jedenfalls die Legende. Doch auch früher schon glaubte man anscheinend nicht wirklich an die Kraft des Steines, denn für gewöhnlich stand hinter diesem ein Gehilfe, der dem Angeklagten die Hand mit einem Beil abhackte, wenn das Gericht diesen für schuldig befand. 

Mund der Wahrheit

Altare della Patria

Vom Bocca della Verita lauft ihr 750 Meter Richtung Nordosten entlang der Hauptstraße Via Luigi Petroselli bis ihr das Altare della Patria, zu deutsch Altar für das Vaterland, seht. Das imposante Bauwerk ist auch als Monumento a Vittorio Emanuele II (Denkmal für Vittorio Emanuele II) bekannt und wurde zu Ehren des ersten italienischen Königs erbaut. Es besteht aus reinem weißen Mamor und wurde im Gegensatz zu den antiken Sehenswürdigkeiten erst im Jahre 1927 fertig gestellt. Von der oberen Terrasse des 80 Meter hohen Denkmals hat man einen fantastischen Ausblick auf die Stadt Rom. 

Monumento a Vittorio Emanuele II

Unterkunft in Rom

Übernachtet habe ich im Palladini Hostel Rome für insgesamt 37 €.


Essen und Trinken

Natürlich Pizza und Pasta! Und zum Trinken einen Schluck Limoncello (Likör aus Zitronen).


Geheimtipp

Was viele Rom-Besucher nicht wissen: Direkt neben dem Petersdom liegt ein Ort, der kaum zugänglich und doch von unglaublicher Ruhe und Geschichte erfüllt ist – der Campo Santo Teutonico, der „deutsche Friedhof“ im Vatikan.

Ich habe ihn an einem stillen Vormittag im Mai besucht – und der Kontrast zum Trubel des Petersplatzes hätte größer nicht sein können. Zwischen Zypressen, Palmen und blühendem Oleander liegen alte Grabsteine, einige mit Inschriften in deutscher Sprache. Die Luft wirkt hier irgendwie schwerer, voller Andacht.

Seit dem 15. Jahrhundert ist dies eine letzte Ruhestätte für deutschsprachige Katholiken – Pilger, Geistliche, Gelehrte. Besonders berührend fand ich das Grab von Hermine Speier, der ersten Archäologin im Vatikan.

Man erreicht den Friedhof nur über das vatikanische Gelände – morgens zwischen 7 und 12 Uhr, außer mittwochs. Ein kleiner Geheimtipp für alle, die neben der gewaltigen Pracht des Vatikans auch seine stillen, versteckten Seiten erleben wollen.

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