Aktivitäten für ein Woche auf Madeira
Die Insel Madeira gehört zu Portugal und trägt auch den Beinamen „Blumeninsel“ aufgrund der beeindruckenden Artenvielfalt und Schönheit Madeiras. Viele Besucher der Insel buchen deshalb auch einen Wanderurlaub um die einzigartige Natur Madeiras richtig bewundern zu können.
Denn auch wenn die portugiesische Atlantikinsel nur 740 Quadratkilometer groß ist – sie bietet Abwechslung auf kleinstem Raum.

Madeira FAQs: Erste Reisetipps im Überblick
Spannende Fakten & Wissenswertes über Madeira
- Madeira hat rund 250.000 Einwohner, davon ca. 110.000 in Funchal
- Das Wetter auf Madeira kann sich schnell ändern. Deshalb gehört eine Regenjacke zur Grundausstattung. Zwiebellook ist auch nicht verkehrt. Da wo es gerade noch wolkig und schattig war, scheint im nächsten Moment die Sonne und es wird heiß, wobei das Thermometer auf der Insel nur selten über 25*C klettert.
- Madeira kannst du aufgrund des großartigen Klimas das ganze Jahr über bereisen. Im Sommer und Herbst ist mit weniger Regen zu rechnen.
- 16% der Pflanzen wachsen nur dort und nirgends anders auf der Welt. Entgehen lassen sollte man sich auf gar keinen Fall das Festa da Flor (Blumenfest). Es findet immer im Frühling (April und Mai) statt.
- Artenreich ist die Fauna auf Madeira nicht. Neben vielen Vogelarten sind Fledermäuse, Wildschweine und Eidechsen beheimatet.
Ankommen
Der Flughafen Madeira – Cristiano Ronaldo liegt im Osten der Insel direkt an der Stadt Santa Cruz. Aufgrund der unmittelbaren Lage an einem Steilküstenhang und dadurch auftretender möglicher Windscherung durch Fallwinde zählt der Flughafen zu den schwierig anzufliegenden Flughäfen. Deshalb dürfen Landungen nur von Flugkapitänen nach einer Einweisung und mit einer vorgeschriebenen Erfahrung durchgeführt werden.
Ein Flug nach Madeira dauert von Deutschland aus etwa vier Stunden.
Top-Sehenswürdigkeiten auf Madeira
Funchal
Die portugiesische Insel Madeira ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Kulturfans gleichermaßen. Die Hauptstadt Funchal ist eine charmante Stadt mit einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, die Besucher jeden Alters begeistern werden.
Eines der bekanntesten Wahrzeichen von Funchal ist die Kathedrale von Funchal, die auch als Sé Catedral de Nossa Senhora da Assunção bekannt ist. Diese prächtige Kathedrale wurde im 15. Jahrhundert im gotischen Stil erbaut und ist ein beeindruckendes Beispiel für die religiöse Architektur auf Madeira. Besucher können die imposante Fassade bewundern und das Innere besichtigen, das mit wunderschönen Azulejo-Kacheln und prächtigen Altären geschmückt ist.
Ein weiteres Highlight von Funchal ist der Monte Palace Tropical Garden, der sich in den Hängen des Monte-Palastes befindet. Dieser botanische Garten beherbergt eine Fülle von exotischen Pflanzen, Wasserfällen und Teichen, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Besucher können durch die gepflegten Wege spazieren und die beeindruckende Aussicht auf die Stadt und das Meer genießen.
In der Altstadt von Funchal finden Besucher charmante Kopfsteinpflasterstraßen und eine reiche Geschichte, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Hier können Besucher in historischen Gebäuden wie dem Fort São Tiago und dem Mercado dos Lavradores (Bauernmarkt) eintauchen und lokale Spezialitäten und Handwerkskunst entdecken.
Ein weiterer unverzichtbarer Ort in Funchal ist der Botanische Garten von Madeira, der sich auf einer Fläche von 35.000 Quadratmetern erstreckt. Dieser Garten wurde im 18. Jahrhundert gegründet und beherbergt eine riesige Sammlung von Pflanzenarten, die in verschiedenen Themengärten wie dem Tropischen Garten, dem Orchideengarten und dem Sukkulentengarten angeordnet sind.
Zusammenfassend bietet Funchal eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, die Besucher begeistern werden, darunter die Kathedrale von Funchal, der Monte Palace Tropical Garden, die Altstadt und der Botanische Garten.























Nossa Senhora do Monte
Als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten auf der portugiesischen Insel Madeira ist die Kirche Nossa Senhora do Monte ein beeindruckendes Beispiel für religiöse Architektur und Geschichte.
Die Geschichte der Kirche geht zurück auf das 15. Jahrhundert, als ein kleines Heiligtum auf dem Gipfel des Monte-Hügels errichtet wurde. Im 18. Jahrhundert wurde die Kapelle durch eine größere Kirche ersetzt, die heute noch steht. Die Kirche wurde im neoklassizistischen Stil erbaut und verfügt über eine Fassade mit Säulen und einem Balkon, der einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Landschaft bietet.
Ein weiteres Highlight der Kirche ist die wunderschöne Innenausstattung, die Kunstwerke aus verschiedenen Epochen umfasst. Die Altäre sind mit vergoldeten Schnitzereien verziert und das Kirchengewölbe ist mit prächtigen Fresken bedeckt. Der Hauptaltar ist dem Namenstag der Jungfrau Maria gewidmet und ist ein Ort der Anbetung und des Gebets für die Gläubigen.
Die Kirche ist auch ein wichtiger Wallfahrtsort, der jedes Jahr viele Pilger anzieht. Die beliebteste Zeit für den Besuch ist der 15. August, an dem das Fest der Himmelfahrt Mariens gefeiert wird. An diesem Tag finden Prozessionen und andere religiöse Zeremonien statt, die die Bedeutung des Ortes für die Gemeinde und die Insel Madeira unterstreichen.
Doch die Geschichte dieser Kirche ist eng mit der Geschichte des österreichischen Kaiserhauses verbunden, insbesondere mit Karl I., dem letzten Kaiser von Österreich.
Karl I. wurde am 17. August 1887 in Persenbeug, Österreich, geboren und war der Enkel von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth von Österreich, besser bekannt als Sisi. Im Jahr 1916 wurde er zum Kaiser von Österreich und König von Ungarn gekrönt, doch seine Herrschaft war von kurzer Dauer. Der Erste Weltkrieg und die darauf folgende Niederlage Österreichs führten schließlich zur Abschaffung der Monarchie im Jahr 1918.
Nach seiner Absetzung im Jahr 1918 wurde Karl I. ins Exil geschickt. Er und seine Familie lebten in verschiedenen europäischen Ländern, bevor sie schließlich auf der portugiesischen Insel Madeira Zuflucht fanden. Sie lebten in einem Haus in Monte, einem Vorort von Funchal, und besuchten oft die nahegelegene Kirche Nossa Senhora do Monte.
Die Kirche Nossa Senhora do Monte wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ist bekannt für ihre prächtige Barockarchitektur und ihre wunderschönen Fresken. Sie ist auch ein wichtiger Wallfahrtsort für Gläubige, die der Jungfrau Maria ihre Ehrerbietung erweisen wollen.
Karl I. besuchte oft die Kirche und betete dort. Es wird gesagt, dass er in schwierigen Zeiten Trost und Inspiration in dieser Kirche fand. Im Jahr 1921 wurde er von Papst Benedikt XV. seliggesprochen, und seine Verehrung als Heiliger begann. Im Jahr 2004 wurde er schließlich von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.
Darüber hinaus ist die Kirche Nossa Senhora do Monte auch wegen ihrer Lage auf dem Monte-Hügel bekannt. Es gibt eine steile Straße, die den Hügel hinaufführt und Besucher zu der Kirche und dem nahegelegenen Friedhof bringt. Für die Abenteuerlustigen gibt es auch eine traditionelle Korbschlittenfahrt, die von zwei Männer gesteuert wird und die Besucher die Straße hinunter bis zur Stadt Funchal führt.
Insgesamt ist die Kirche Nossa Senhora do Monte ein bemerkenswertes Beispiel für religiöse Architektur und Geschichte auf der Insel Madeira. Ob man nun gläubig ist oder nicht, die Kirche und ihr Umfeld bieten eine reiche und faszinierende Kultur- und Naturerfahrung, die man nicht verpassen sollte.



Cabo Girão
Cabo Girão ist eine der beeindruckendsten Attraktionen Madeiras. Es ist eine 580 Meter hohe Klippe, die senkrecht zum Meer abfällt und eine unglaubliche Aussicht auf den Atlantik bietet.
Cabo Girão wurde erstmals von portugiesischen Entdeckern entdeckt und benannt, die die Insel im 15. Jahrhundert besuchten. Die Klippe war jedoch erst in den letzten Jahrzehnten zu einer touristischen Attraktion geworden, als Besucher begannen, die spektakuläre Aussicht zu schätzen. Im Jahr 2003 wurde eine Aussichtsplattform am Rande der Klippe errichtet, um den Besuchern einen noch besseren Blick auf das Meer zu ermöglichen.
Die Aussicht von Cabo Girão ist spektakulär. Es gibt auch einen Glasbodenpfad, der es den Besuchern ermöglicht, über die Klippe zu gehen und den Blick auf das Meer unter ihren Füßen zu genießen.

Porto Moniz
Porto Moniz ist ein malerisches Küstendorf auf der Insel Madeira, das für seine natürlichen Meerwasserbecken und atemberaubenden Landschaften bekannt ist. Dieser Ort ist ein Juwel für Reisende, die die Schönheit der Natur erleben möchten und gleichzeitig eine entspannende und authentische Erfahrung suchen.
Eines der Hauptattraktionen von Porto Moniz sind seine natürlichen Meerwasserbecken. Diese Pools entstanden durch vulkanische Aktivitäten und wurden in den Fels gehauen. Das kristallklare Wasser, das sich in den Pools befindet, bietet eine erfrischende Möglichkeit, an einem sonnigen Tag zu schwimmen und zu entspannen. Besucher können auch die umliegenden Klippen erkunden und die atemberaubende Aussicht auf das Meer genießen.
Porto Moniz ist auch für seine beeindruckende Landschaft bekannt. Die Gegend ist von grünen Hügeln und Bergen umgeben, die sich bis zum Meer erstrecken. Die Klippen bieten einen atemberaubenden Blick auf den Atlantischen Ozean und sind ein großartiger Ort für Wanderungen und Fotografie. Es gibt auch viele Aussichtspunkte in der Umgebung, von denen aus man die wunderschöne Landschaft bewundern kann.
Für diejenigen, die die Kultur der Region erleben möchten, gibt es das Aquarium von Madeira in Porto Moniz, das viele Arten von Meerestieren zeigt. Besucher können auch das Ethnographische Museum von Madeira besuchen, das die Geschichte und Kultur der Region dokumentiert.







Wanderung Levada 25 Fontes
Madeira ist berühmt für seine atemberaubende Natur und die zahlreichen Wandermöglichkeiten, die die Insel bietet. Eine dieser Wanderungen ist Levada 25 Fontes, die Wanderung zu den 25 Quellen.
Die Levada 25 Fontes ist eine der bekanntesten Levadas (Bewässerungskanäle), die sich über 8 km durch das Tal von Rabaçal schlängelt und dabei atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Berge, Wälder und Wasserfälle bietet. Die Levada wurde im späten 19. Jahrhundert gebaut, um Wasser aus den Bergen in die landwirtschaftlichen Gebiete im Süden der Insel zu leiten.
Die Wanderung beginnt im Naturpark Rabaçal, der sich im Zentrum von Madeira befindet. Die ersten paar Kilometer sind relativ einfach und führen durch einen dichten Lorbeerwald mit Moosen, Farnen und seltenen Pflanzenarten. Der Pfad ist relativ eben und breit genug, um bequem zu laufen.
Nach etwa 2,5 km erreicht man den ersten Wasserfall, den Risco-Wasserfall. Hier stürzt das Wasser aus einer Höhe von 100 Metern in die Tiefe und bildet einen spektakulären Anblick. Weiter geht es entlang der Levada, die sich durch enge Schluchten und über Felsen windet.
Nach weiteren 2 km erreicht man schließlich die 25 Quellen, die der Levada ihren Namen geben. Hier entspringt das Wasser aus zahlreichen kleinen Quellen und fließt über steile Felsen zu einem großen Wasserfall hinunter. Der Ort ist atemberaubend schön und bietet die Möglichkeit, eine Pause einzulegen und die Natur zu genießen.
Die Wanderung zur Levada 25 Fontes ist insgesamt relativ anspruchsvoll und erfordert eine gute körperliche Verfassung und Trittsicherheit. Der Weg ist an einigen Stellen schmal und es geht über steile Abhänge und Felsen. Es ist daher ratsam, gutes Schuhwerk und ausreichend Wasser und Proviant mitzunehmen.
Die Levada 25 Fontes ist jedoch definitiv eine der schönsten und unvergesslichsten Wanderungen, die man auf Madeira unternehmen kann. Die Kombination aus üppiger Natur, spektakulären Wasserfällen und atemberaubenden Ausblicken macht die Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wer also auf Madeira ist und gerne wandert, sollte sich die Levada 25 Fontes nicht entgehen lassen.
















Ponta de São Lourenço
Ponta de São Lourenço ist eine Halbinsel an der östlichen Spitze von Madeira, der portugiesischen Insel im Atlantischen Ozean. Die Landschaft hier ist einzigartig und beeindruckend. Die Halbinsel ist bekannt für ihre vielfältige Tierwelt, spektakuläre Aussichten und geologische Formationen, die die Besucher in ihren Bann ziehen.
Die Halbinsel erstreckt sich über eine Fläche von etwa 9 km und ist von einer zerklüfteten Küste, steilen Klippen und felsigen Buchten umgeben. Das Gebiet ist von zahlreichen Wanderwegen durchzogen, die sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Wanderer geeignet sind. Die meisten Wanderungen beginnen am Parkplatz am Ende der Straße, die sich durch das Dorf Caniçal schlängelt.
Während einer Wanderung entlang der Ponta de São Lourenço können Besucher eine Vielzahl von Tieren beobachten, darunter Kaninchen, Fledermäuse, Eidechsen und Zugvögel. Die Halbinsel ist auch die Heimat einiger seltener Pflanzen, die nur in dieser Region vorkommen.
Die geologischen Formationen auf der Halbinsel sind ebenso spektakulär wie die Tierwelt. Die meisten Felsen sind vulkanischen Ursprungs und bieten eine großartige Gelegenheit, die Entstehungsgeschichte von Madeira zu erforschen.
Die Aussichten auf der Ponta de São Lourenço sind atemberaubend. Die Halbinsel bietet einen Blick auf den Atlantischen Ozean, die Nachbarinsel Porto Santo und die umliegenden Klippen und Buchten. Besucher können die Schönheit dieser Landschaft in vollen Zügen genießen und auf den Pico do Furado, den 178 Meter hohen Gipfel am östlichsten Punkt Madeiras, steigen.










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