Aktivitäten für ein Wochenende in Montenegros Küstenstadt Kotor

In der Bucht von Kotor liegt die gleichnamige, wunderschöne Stadt Kotor. Ihre Lage an der Adriaküste ist wirklich atemberaubend – sie gleicht einem Fjord in Norwegen. Die Geschichte der märchenhaften Altstadt reicht bis ins Mittelalter zurück.

Viele Leute besuchen Kotor nur für einen Nachmittag auf einem Kreuzfahrtschiff-Ausflug. Hingegen verbringen Individualreisende oft ein paar Nächte in dieser faszinierenden Stadt – zurecht! In diesem Beitrag werden drei Highlights für ein Wochenende in Kotor vorgestellt.



Kotor FAQs: Erste Reisetipps im Überblick

Spannende Fakten & Wissenswertes über Kotor

  • Kotor, die älteste Stadt von Montenegro, hat über 23.000 Einwohner
  • Im April und Mai 1979 wurde Kotor kurz vor Aufnahme in die UNESCO-Welterbe-Liste bei zwei starken Erdbeben schwer beschädigt. Als Folge davon setzte die UNESCO sie im gleichen Jahr auf ihre so genannte Rote Liste des gefährdeten Welterbes. Bis 1989 konnte mit internationaler Hilfe Vieles wieder aufgebaut werden.
  • Montenegro ist seit dem 17. Dezember 2010 offizieller Beitrittskandidat der Europäischen Union (EU) und hat bereits den Euro als offizielle Währung eingeführt.

Ankommen

In Montenegro stehen zwei internationale Flughäfen zur Auswahl. Der Flughafen der Hauptstadt Podgorica ist der zweitgrößte Flughafen des Landes. Der Flughafen Tivat befindet sich nur wenige Kilometer südlich von Tivat, leider gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel zum Flughafen, so dass die einzige Möglichkeit, um beliebte Urlaubsziele, wie Tivat, Herceg Novi, Budva oder Kotor zu erreichen, ein Taxi oder Transfer sind. Als Alternative kann der Flughafen in Dubrovnik genutzt werden, der viel besser mit europäischen Ländern verbunden ist.

Die Flugzeit zwischen Deutschland und Montenegro beträgt zwischen drei und vier Stunden.

Top-Sehenswürdigkeiten in Kotor und Umgebung

Altstadt

Die hoistorische Altstadt von Kotor lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden. Zur Altstadt gibt es drei Tore, darunter das Haupttor im Westen: das Seetor. Es wurde 1555 erbautFaszinierend, oder? An diesem Tor lässt sich ein geflügelter Löwe entdecken – das Symbol von Venedig. Viele Städte in der Adria standen im Zeitraum von 1420 bis 1797 unter venezianischer Herrschaft.

Vom Seetor aus erreicht man den zentralen Platz (interessanterweise als Waffenplatz bezeichnet) – gesäumt von Steingebäuden im venezianischen Stil. Heute ist der Platz hauptsächlich mit Cafés und Geschäften gefüllt. Außerdem befindet sich hier der dreistöckige hohe Uhrenturm aus der Renaissance-Zeit um 1600. Im Jahr 1979 erschütterte ein schweres Erdbeben die Grundmauern der Stadt, viele der historischen Gebäude wurden dabei zerstört oder zumindest beschädigt. Auch der Uhrturm steht nicht mehr ganz gerade.

Neben dem Haupttor gibt es aber auch noch zwei andere Zugänge zur Stadt. Das südliche Tor befindet sich an der Straße nach Budva. Das nördliche Tor führt zu einer Brücke, die über den Fluss Skurda führt. 

Die Stadtmauern von Kotor erstrecken sich über etwa viereinhalb Kilometer und sind bis zu 20 Meter hoch. Obwohl sie an manchen Stellen zerfallen erscheinen, sind die Mauern in einem recht guten Zustand. Besonders, wenn du ihr Alter bedenkst: Das reicht immerhin zurück bis ins neunte Jahrhundert.

Sehr sehenswert ist auch die Sankt-Tryphon-Kathedrale (Sveti Trifun) mit ihrer majestätischen Eingangsfassade. Sie ist nicht nur eines der bedeutendsten Bauwerke der Bucht von Kotor, sondern auch die größte noch erhaltene romanische Kirche der gesamten östlichen Adriaküste.


Burg San Giovanni

Über 1300 Stufen führen zur Burg San Giovanni, welche in 260 Metern Höhe hinter dem Ortskern emport steigt. Die Burg ist wohl das wichtigste Wahrzeichen der Stadt. Allein für die Aussicht lohnt sich die Anstrengung aber auf jeden Fall. Von hier aus kannst du die Stadt und die Bucht von Kotor sehen – der südlichsten Fjord in ganz Europa!

Für die Wanderung zur Burg sollten etwa drei Stunden eingeplant werden. Besonders am späten Nachmittag ist der Weg empfehlenswert. Denn dann ist der spätere Sonnenuntergang einfach atemberaubend schön.

Der Weg nach oben lohnt sich: der Blick über die tiefblaue Bucht, eingerahmt von den steilen Bergen ist atemberaubend. Aber auch ein Stück vor der eigentlichen Ruine, in etwa auf Höhe der kleinen Kirche Gospa od Zdravlja, sieht das Panorama schön aus.

Auf dem Rückweg lohnt sich hinter der Burgruine ein Abstecher über den Rundweg zur kleinen Kapelle Sveti Juraj, sowie zu einem kleinen Restaurant, in dem Getränke und traditionell hergestellter Käse angeboten werden.

Mein Tipp: Wer den Eintritt von 8 € sparen möchte, kann auch den zweiten (nicht ganz legalen) Weg über das „Burgfenster“ nehmen. Auf jeden Fall sollte man für diesen Weg schwindelfrei sein.


Perast & die Insel Unserer Lieben Frau von den Felsen

Perast ist ein weiteres Highlight der Bucht von Kotor, es zählt zu den schönsten Barockstädtchen von Montenegro. Perast ist in einer halbstündigen Busfahrt von Kotor aus erreichbar. Das einstige Seefahrerzentrum ist für seine beiden Sehenswürdigkeiten bekannt, nämlich die beiden kleinen Kircheninseln St. Georg (Sveti Đorđe) und St. Maria vom Felsen (Gospa od Škrpjela). Wobei die Gospa od Škrpjela bei einer Bootsfahrt besichtigt werden kann. Boote legen regelmäßig (alle 15 Minuten) direkt von der Uferpromenade von Perast ab, die Überfahrt kostetet im Mai 2022 5 €.

Die Legende von St. Maria vom Felsen:

Unserer Lieben Frau von den Felsen ist eine künstliche Insel aus dem 15. Jahrhundert. Der Legende nach fanden am 22. Juli 1452 zwei Brüder aus Perast, beide Fischer, eine Ikone der Jungfrau mit Christus auf dem Meereskliff. Sie brachten sie nach Hause, aber morgen früh war sie weg. Sie erschien erneut am selben Kliff, also nahmen zwei Brüder sie noch einmal mit nach Hause. Das Gleiche geschah – die Ikone verschwand wieder und tauchte auf dem Meereskliff wieder auf.

Sie verstanden dies als den Wunsch einer Jungfrau, für immer dort zu bleiben. Sie gelobten, eine Kirche zu bauen, die dieser Ikone der Jungfrau, der Schutzpatronin der Seefahrer und Fischer, gewidmet ist.

Eine kleine Insel wurde von Leuten aus Perast gebaut, die Felsen und Steine um die Klippe herum schleuderten. Im Zentrum der Insel wurde eine kleine Kapelle gebaut. Seit Jahrhunderten, in der traditionellen Veranstaltung Fasinada, die jedes Jahr am 22. Juli stattfand, haben sie Steine fallen gelassen und mit der Zeit ist die Oberfläche der Insel gewachsen. In der Mitte der Insel befindet sich jetzt eine katholische Kirche Unserer Lieben Frau von den Felsen.


Hast Du weitere Insidertipps für einen Städtetrip nach Kotor? Dann schreib sie gerne unten in die Kommentare! Ich freue mich.

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