Aktivitäten für ein Wochenende in Danzig

Farbenfrohe Häuser, den Neptunbrunnen vor dem Artushof oder die größte Backsteinkirche Europas – das alles lässt sich in Gdańsk (deutsch: Danzig) finden. In diesem Beitrag stelle ich 10 Highlights in Danzig und der näheren Umgebung vor. Die meisten Highlights finden sich in der Rechtstadt (Główne Miasto), welche die eigentliche Innenstadt von Danzig ist. Der Name leitet sich nicht von der Lage ab, sondern ergab sich aus einem Rechtsstatus. Große, beeindruckende Stadttore, neun Hauptstraßen – und diese bilden immer eine Achse zur Motlawa (Deutsch: Mottlau), dem Fluß der Stadt.



Danzig FAQs: Erste Reisetipps im Überblick

Spannende Fakten & Wissenswertes über Danzig

  • Danzig hat über 470.000 Einwohner
  • In Polen zahlt man – nimmt man es wörtlich – mit goldenen Münzen. Zloty (polnisch für der goldene) Polski ist die offizielle Währung.
  • Die Sommermonate Juni, Juli, August sind an der Ostseeküste besonders beliebt.
  • Egal, in welchem der vielen schönen Restaurants man am Ende landest, zu Polen gehören  unbedingt Piroggen. Diese polnische Spezialität besteht aus gefüllten Teigtaschen, die entweder gekocht oder gebacken werden. Die häufigsten Füllungen sind Frischkäse, Sauerkraut, Hackfleisch, Kartoffeln oder Pilze.

Ankommen

Die Anreise mit dem PKW bietet sich aufgrund der Nähe an. Von Berlin ist Danzig in 6 Stunden erreichbar. Wer für ein Wochenende nach Danzig möchte – der Danziger Flughafen Lech Walesa liegt etwa 20 Minuten Autofahrt von der Innenstadt entfernt.

Top-Sehenswürdigkeiten in Danzig

Langgasse (Ulica Długa)

Die bekannteste Straße der Rechtstadt ist die Langgasse. In den schönen Patrizierhäusern befinden sich heute Cafés, Restaurants, Galerien, Souvenir- und natürlich Bernsteingeschäfte. Sie verläuft zwischen dem Goldenen Tor im Westen und dem Grünen Tor im Osten etwa für einen halben Kilometer geradeaus. Sie passiert dabei das Rathaus und der Artushof. Fast jedes Haus ist hier eine Sehenswürdigkeit für sich. Nach der fast vollständigen Zerstörung im 2. Weltkrieg wurden sie originalgetreu aufgebaut.


Rechtsstädtisches Rathaus (Ratusz Głównego Miasta)

Der schöne Bau wird oft mit dem Dogenpalast in Venedig verglichen. In der Langgasse gelegen, hat das Rechtstädtische Rathaus einen beherrschenden Standort am Langen Markt.. Er beherbergt heute das Museum für Stadtgeschichte und man kann den 82 m hohen Uhrenturm zu Fuß erklimmen und sich oben mit einem wunderbaren Ausblick auf die Stadt und die nebenliegende Marienkirche belohnen.


Grünes Tor (Zielona Brama)

Das östliche Ende der Langgasse markiert das Grüne Tor am Langen Markt, durch das man das Ufer der Mottlau erreicht. Den Namen hat es von seiner ursprünglich grünen Sandsteinfassade.  Von der Langgasse kommend erreicht man durch das Grüne Tor die Grüne Brücke, über die man zur Speicherinsel hinüber spazieren kann.


Goldenes Tor (Złota Brama)

Das westliche Ende der Langgasse markiert das Goldene Tor (auch das Langgasser Tor genannt). Auf der Ostseite (von der Langgasse her) stehen die Symbolfiguren für: Concordia (Eintracht), Iustitia (Gerechtigkeit), Pietas (Frömmigkeit) und Prudentia (Weisheit).


Neptunbrunnen (Fontana Neptuna) & Artushof (Dwór Artusa)

Vor dem Artushof in der Langgasse steht der Neptunbrunnen. Er wurde 1633 erbaut und zur Fußballeuropameisterschaft in Polen 2012 renoviert.  Der Artushof ist das schönste Haus des Platzes am Langen Markt. Er war quasi der Palast der Kaufmannszunft. Hier fanden die Versammlungen und Tafeln der Hansekaufleute statt. 


Frauengasse (Ulica Mariacka)

Viele der Patrizierhäuser in der Frauengasse, beherbergen ähnlich wie in der Langgasse heute Kunsthandwerksläden, Restaurants oder Bernsteingeschäfte. Anders als in der Langgasse verfügen in der Frauengasse aber viele Häuser eine Veranda vor dem Haus.


Marienkirche (Bazylika Mariacka)

Angeblich ist sie die größte Backsteinkirche der Welt. Imposant ist sie allemal. Wer die 400 Stufen des 82 m hohen Kirchturm erklimmt, dem eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die Dächer der Danziger Altstadt bis hin zur Danziger Bucht. Im Kirchenschiff begegnet Ihr Geschichten aus vielen Jahrhunderten. So wie der von Hans Memlings Altarbild „Das jüngste Gericht“ (heute in Kopie), das nach der Raubfahrt des Danziger Freibeuters Paul Benecke in die Kirche gelangte. Oder von der Astronomischen Uhr, deren Schöpfer Hans Düringer die Danziger nach Fertigstellung blendeten, auf dass er kein vergleichbares Stück mehr konstruiere.


Krantor (Źuraw)

Das Wahrzeichen von Danzig steht direkt an der Mottlau. Der bei seiner Fertigstellung 1444 größte Hafenkran der Welt diente der Be- und Entladung von Schiffen sowie der Aufstellung von Masten bei Segelschiffen und auch der Verteidigung des Hafens. Heute ist er Teil des Nationalen Meeresmuseums.


Westernplatte

Traurige Berühmtheit erlangte Danzig, als die Deutschen am 1. September 1939 die Westerplatte angriffen und damit den 2. Weltkrieg ausgelöst haben. Heute ist dort ein Denkmal zu besichtigen. Die Westernplatte ist mit dem Bus von der Bushaltestelle nahe dem Goldenen Tor in ca. 20 Minuten aus gut zu erreichen.


Marienburg in Malbork

Gut 60 Kilometer südöstlich von Danzig befindet sich die Ortschaft Malbork mit der Marienburg, die sich imposant über den Fluss Nogat erhebt. Die mittelalterliche Burg wurde bereits im 13. Jahrhundert von Rittern des Deutschen Ordens erbaut und ist heute der größte Backsteinbau Europas. Die Marienburg ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und beherbergt in ihrem Inneren mehrere Ausstellungen, die mehr über das Leben auf einer Burg und die Kreuzzüge des Ordens verraten. Außerdem ist die Innenarchitektur mit ihren verzierten Säulen, den hohen Bögen und langen Kreuzgängen absolut sehenswert.


Hast Du weitere Insidertipps für einen Städtetrip nach Danzig? Dann schreib sie gerne unten in die Kommentare! Ich freue mich.

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