Acht Tage Spanischlernen, Kultur erleben und das mediterrane Leben genießen.

Tag 1: Samstag – Ankunft in Valencia

Nach einem ruhigen Flug kam ich in Valencia an. Die Hitze und das Licht waren sofort spürbar – sommerlich und leicht drückend. Ich fuhr direkt zur Unterkunft, ließ mich auf das neue Umfeld ein und nutzte den Tag bewusst nicht für Sightseeing. Stattdessen stand Ankommen auf dem Programm: Koffer auspacken, Wasser kaufen, kurz durchatmen – die Stadt würde ab morgen auf mich warten.


Tag 2 – Sonntag: Selbstorganisierter Ausflug nach Benidorm und Altea

Früh morgens brach ich mit dem Mietwagen auf Richtung Costa Blanca. Erste Station: Benidorm. Die Skyline aus Hochhäusern direkt am Meer wirkt fast surreal, doch hoch oben auf der Aussichtsterrasse „Balcón del Mediterráneo“ öffnet sich ein spektakulärer Blick über die beiden Hauptstrände. Weiße Balustraden, Wind im Gesicht, das Blau des Meeres bis zum Horizont – ein eindrucksvoller Moment.

Dann ging es weiter nach Altea, ruhiger, traditioneller, fast schon andächtig. Die Altstadt mit ihren weißen Häusern und gepflasterten Gassen führte mich zur Kuppelkirche Nuestra Señora del Consuelo. Dort setzte ich mich in ein kleines Straßencafé, trank einen Kaffee und gönnte mir ein süßes, lokales Gebäck – einfach, aber genau richtig für diesen Ort.


Tag 3 – Montag: Ciudad de las Artes y las Ciencias & L’Oceanogràfic

Am Nachmittag ging es zur spektakulären Ciudad de las Artes y las Ciencias – ein architektonisches Wunderwerk. Besonders beeindruckend war das L’Oceanogràfic, Europas größtes Aquarium. Thematisch gegliedert in die Weltmeere, konnte man hier Haien, Belugas, Quallen, Schildkröten und sogar Pinguinen begegnen. Der Unterwassertunnel, in dem Rochen und Haie über mich hinweg schwebten, war absolut hypnotisierend. Ich blieb lange, bis L’Oceanogràfic leider schloss.


Tag 4 – Dienstag: Strandtag an der Playa de la Malvarrosa

Nach dem Sprachkurs fuhr ich zur Playa de la Malvarrosa, dem lebendigen Stadtstrand Valencias. Ich schwamm im Wasser und ließ mich von der Sonne wärmen. Statt Kaffee oder Horchata bestellte ich eine vegetrische Paella in einer Strandbar – knuspriger Reis, Safran, reichlich frisches Gemüse. Ein Genuss, direkt mit Blick aufs Meer.


Tag 5 – Mittwoch: Mercado Central, Torres de Serranos, Miguelete & Kathedrale

Nach dem Unterricht begann mein Nachmittag mit einem Besuch im Mercado Central, einem Jugendstil-Juwel. Ich schlenderte durch die Stände voller Käse, Fisch, Orangen und iberischem Schinken. Hier probierte ich eine wunderbar kalte Horchata, süß und nussig – perfekt bei der Hitze.

Danach besuchte ich die Torres de Serranos, ein gewaltiges Stadttor mit großartigem Blick über den alten Turia-Flusslauf. Von dort ging es zum Miguelete, dem Glockenturm der Kathedrale. Nach über 200 Stufen wartete ein atemberaubendes Panorama auf mich. Direkt im Anschluss besuchte ich die Kathedrale von Valencia, in der der sagenumwobene Heilige Gral aufbewahrt wird. Für mich als großer Indiana-Jones-Fan war das ein ganz besonderer Moment – eine Mischung aus Archäologie, Mythos und Filmgeschichte.


Tag 6 – Donnerstag: Umbracle & Spaziergang durch die Ciudad

Am Nachmittag kehrte ich zur Ciudad de las Artes y las Ciencias zurück. Diesmal stand das Umbracle im Fokus – ein halboffener botanischer Garten unter weißen Stahlbögen. Zwischen Palmen und duftenden Sträuchern entdeckte ich moderne Skulpturen, ruhige Sitzbereiche und immer wieder neue Blickwinkel auf die umliegende Architektur. Es war eine gelungene Kombination aus Natur, Kunst und Licht. Danach schlenderte ich nochmals durch das gesamte Gelände – langsam, bewusst und mit dem Gefühl, angekommen zu sein.


Tag 7 – Freitag: Lonja de la Seda, Arena & Strand

Am vorletzten Tag besuchte ich die Lonja de la Seda, die historische Seidenbörse und eines der schönsten gotischen Bauwerke Spaniens. Die spiralförmig gedrehten Säulen im Hauptsaal wirkten wie ein steinernes Palmenfeld – imposant und poetisch zugleich.

Danach weiter zur Plaza de Toros, Valencias traditionsreicher Stierkampfarena. Obwohl ich Stierkampf kritisch sehe, war die Architektur faszinierend. Der Nachmittag führte mich erneut an den Strand.


Tag 8 – Samstag: Fine Dining, El Cabanyal & Abschied am Meer

Den letzten Tag verbrachte ich bewusst entspannt und mit einem besonderen Ausflug in die Stadt: ein Menü im Fraula, einem Lokal mit kreativer Sterneküche. Alles fein komponiert, aber nicht überladen.

Danach fuhr ich durch El Cabanyal, das frühere Fischerviertel. Die Häuser sind bunt gekachelt, viele noch vom alten Glanz gezeichnet, andere bereits renoviert. Junge Menschen, Street Art, offene Fenster, Gitarrenklänge – ein Stadtteil voller Leben, Geschichte und Aufbruch.

Später kehrte ich noch einmal an den Strand zurück, um ein letztes Mal in diesem Kurztrip im Mittelmeer schwimmen zu gehen.


Tag 9 – Sonntag: Rückreise

Am Morgen hieß es: Koffer packen, Abschied nehmen. Mein Spanisch war deutlich besser geworden, mein Kopf voller Bilder – vom gotischen Miguelete bis zum futuristischen L’Oceanogràfic, vom Alltag im Sprachkurs bis zu den Klängen der Geige am Strand. Valencia hat mir nicht nur eine Sprache nähergebracht, sondern auch ein Gefühl: Mediterrane Gelassenheit mit Tiefe.

Hast Du weitere Insidertipps für einen Trip nach Valencia? Dann schreib sie gerne unten in die Kommentare! Ich freue mich.

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